Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln

"Ob ein gesunder Hund oder eine gesunde Katze bei einer vollwertigen Diät noch zusätzlich ein Nahrungsergänzungsmittel benötigt, wird am besten von Fall zu Fall mit dem Tierarzt besprochen.

Nahrungsergänzungsmittel finden sowohl vorbeugend als auch unterstützend ein breites Einsatzspektrum bei Hund und Katze. So werden sie häufig bei Organerkrankungen, wie zum Beispiel bei Nieren- oder Lebererkrankungen eingesetzt, zur Unterstützung des Haut- und Haarstoffwechsels, bei  großwüchsigen Junghunden, aber auch sehr strapazierten erwachsenen Hunden und als sogenanntes Geriatrikum bei älteren Hunden und Katzen.

Als Beispiel gehe ich näher auf die Inhaltsstoffe von Nahrungsergänzungsmitteln für großwüchsige Junghunde und für erwachsene Hunde, die durch Sport oder ihren Einsatz als Polizei-, Such- oder Zollhunde besonders beansprucht werden. Sie enthalten GAGs (Glukosamin und Chondritinsulfat, die auch in der neuseeländischen, grünlippigen Miesmuschel vorhanden sind) und MSM (organischer Schwefel) zur Unterstützung der physiologischen Herstellung gut schmierfähiger Gelenksflüssigkeit und der Funktion der Gelenkkapsel. Häufig enthalten sie zusätzlich eine Kombination aus Pflanzenextrakten, wie Ingwer und Teufelskralle zur Entzündungshemmung und Schmerzlinderung. Geriatrika enthalten häufig zusätzliche Schmerzreduzierende Wirkstoffe wie Weihrauch und Weidenrinde, aber auch noch abgestimmte Vitamine und Spurenelemente zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens.

Als Beispiel für die Katze aber auch den Hund möchte ich Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung des Appetites, des Wohlbefindens und der Nierenfunktion bei Nierenerkrankungen nennen. Es wirkt den typischen Symptomen der chronischen Niereninsuffizienz wie erhöhte Phosphatwerte (Hyperphosphatämie) durch Calciumcarbonat (die Aufnahme von Phosphat aus dem Futter wird im Darm verringert), erniedrigte Blutkaliumwerten (Hypokaliämie) und einer Übersäuerung des Stoffwechsels (metabolische Azidose) durch Kaliumcitrat entgegen und entlastet so die Nieren."

- Dr. Schlotterbeck